top of page

Stabkirchenforschung

- Projekt: Stabkirchenforschung
- Ort: Ostteil des Sognefjorden
- Projektleiter: Dr. Kutnyi, TU München
- Projektmitarbeiter: G. Feuersänger, TU München
- Norwegische Teilnehmer: Oberste   Denkmalschutzbehörde, NTNU Trondheim,

- Fertigstellung: 2020

Stabkirchen_01.jpg

Einleitung

Die Blütezeit des norwegischen Holzkirchenbaus liegt zwischen der offiziellen Einführung des Christentums um 1030 und der großen Pest um 1350. Die erste oder auch zweite Generation von Holzkirchen waren Pfostenkirchen mit Stabwandbau (Claus Ahrends, Die frühen Holzkirchen Europas, 2001 S. 423). Wann und wo der Übergang von der Pfosten- zur Stabkirche erfolgte, ist unklar. Um 1250 gab es ca. 1000 Stabkirchen in Norwegen. (Håkon Christie, Stavkirkene Arkitektur 1981, S 186). Heute sind noch 28 Stabkirchen erhalten, darunter 14 Kirchen mit erhöhtem Mittschiff. Stabkirchen mit erhöhtem Mittschiff sind der absolute Höhepunkt in der Geschichte der frühen Holzkirchen und Norwegens wichtigster Beitrag zur Architekturgeschichte, Håkon Christie, Stavkirkene Arkitektur 1981, S 61). Zu dieser Gruppe gehören die vier wichtigsten und ältesten Stabkirchen Urnes (1130), Hopperstad (1131), Kaupanger (1137) und Borgund (1180), die alle am östlichen Ende des Sognefjorden liegen. Da sie ungefähr gleich alt sind und in unmittelbarer geographischen Nähe liegen, weisen sie große konstruktive und stilistische Gemeinsamkeiten auf. Stabkirchen mit erhöhtem Mittschiff entwickeln auf einem relativ kleinem Grundriss eine grosse Höhe, so dass der Aussteifung eine zentrale Rolle zu kommt. Von diesem Hintergrund soll bei den Kirchen Hopperstad, Kaupanger und Borgund das statisch, konstruktive System der Kirchen mit den Methoden der Bauforschung untersucht und dokumentiert werden. Ein weiterer Schwerpunkt des Projekts ist die Untersuchung des konstruktiven Verhältnisses von Schiff und Chor. Während die Geometrie und Konstruktion der Schiffe große Ähnlichkeiten besitzen, weißt die Konstruktion der Chöre große Unterschiede auf. Dies gilt auch für die Urnes Stabkirche. Sie ist die am besten erforschte Kirche und soll deshalb nur vergleichend herangezogen aber nicht bearbeitet werden. Die ältesten Kirchen sind romanischen Steinbasiliken nachempfunden. Es soll untersucht werden ob die "Steinarchitektur" der Holzkirchen nur das Ornament oder auch die Konstruktion betreffen.

Das Projekt kam auf Betreiben des Verfassers zustande. Es ist als deutsch-norwegisches Projekt im Rahmen der Stabkirchenforschung gedacht. Projektleiter ist Dr. Kutnyi von der TU München. Der Verfasser ist für dieses Projekt an der TU München angestellt.  Auf norwegischer Seite ist der „Riksantikvar“, der oberste Denkmalpfleger und „Fortidsminneforeningen“ als Besitzer der Stabkirchen beteiligt. Von der NTNU Trondheim sind zwei Forscher beteiligt. Finanziert  wird das Projekt vom Bundesministerium für Forschung und Ausbildung. m Frühjahr 2018 wurden die Kirchen, Hopperstad, Kaupanger und Borgund gescannt. Im Oktober 2018 wurden in der Kaupanger- und Borgund Stabkirche  ein Gerüst errichtet um die Konstruktion und die Holzverbindungen genauer dokumentieren zu können. Im Frühjahr 2019 wird in Hopperstad Stabkirche ein Gerüst erstellt. Zusätzlich soll die Lom Stabkirche gescannt werden. Die Ergebnisse des Projektes dienen nicht nur der Stabkirchenforschung  sondern sind auch  Grundlage für zukünftige Instandsetzungsmassnahmen. Die Ergebnisse können auch dazu beitragen die Kirchen besser auf die zukünftige extremeren Wetterverhältnisse vorzubereiten.

HOPPERSTAD , ANSICHT SÜDWEST, ca. 1885, Foto RA arkiv

KAUPANGER, ANSICHT NORDWEST ca. 1950, Foto RA arkiv

BORGUND, ANSICHT SÜDOST, Foto H. Bull, 1939, RA arkiv

KARTENAUSCHNITT SOGNEFJORDEN

Hopperstad Stabkirche

KONSTRUKTION DES SVALGANGS, ca. 1884, Foto RA arkiv

KONSTRUKTION DES DACHREITERS, ca. 1883, Foto RA arkiv

FERTIGE KIRCHE, ANSICHT SÜDWEST, ca. 1885, Foto RA arkiv

ANDREASKREUZE UND ZANGEN DES SCHIFFS, ANSICHT SÜDWEST, Foto Leif Anker

ANDREASKREUZE DES CHORES, ANSICHT NORDOST, Foto Leif Anker

BLICK AUF CIBORIUM UND CHORWAND, Foto Verf.

GERÜST IM SCHIFF, ANSICHT SÜDOST, Foto Verf.

SCANNING DES SCHIFFES 25.04.2018, Foto Verf.

Stabkirchen_tysk_01_ny.jpg

Kaupanger Stabkirche

BLICK IN DAS CHORDACH, Foto K. Bjerknes 1965

ANSCHLUSS DER KNAGGE AN DIE STREBEN DES UMGANGS, Foto Verf.

UMGANG DER SÜDWAND MIT BLICK AUF DEN CHOR, Foto R. Hauglid

SCHIFF, WESTANSICHT, Foto Verf.

NORDANSICHT CA 1950, Foto RA arkiv

ANSICHT SÜDOST, ca. 2002, Foto Leif Anker

SÄULE AUF GRUNDRAHMEN, Foto K. Bjerknes 1965

Borgund Stabkirche, Exterieur

ANSICHT SÜDWEST, Foto RA arkiv

SÜDANSICHT DACHREITER, Foto H. Bull, 1939, RA arkiv

DACHREITER DETAIL, Foto RA arkiv

DROHNENFLUG, 14.04.2018, Foto Verf

ANSICHT SÜDOST, Foto H. Bull, 1939, RA arkiv

SVALGANG SÜDSEITE, Foto H. Bull, 1939, RA arkiv

SVALGANG SÜDSEITE, Foto Verf

ENTWÄSSERUNG DER AUSSENSCHWELLE, Foto Verf.

OSTANSICHT, Foto H. Bull, 1939, RA arkiv

SVALGANG DETAIL, Foto R.Hauglid 1976

AUSSENSCHWELLE DETAIL, Foto Verf.

Borgund Stabkirche, Interieur

ZENTRALPRESPEKTIVE MIT BLICK AUF DEN CHOR, G. Bull RA arkiv

TÜRRIEGEL, Foto Verf.

BLICK VOM CHOR IN DAS SCHIFF,  RA arkiv

SÜDOST-ECKE DES SCHIFFES, Foto Verf.

SNITT

SNITT

BORGUND GRUNDRISS, J. JENSENIUS, 2001

SCHNITT DES ASPSISUMGANGS, Zeichnung forf.

Glockenturm Borgund Stabkirche, Instandsetzung

Stavkirke_02.jpg

INSTANDSETZUNG DES SVALGANGS, Foto E. Jelsvik

SCHINDELDECKUNG DES HAUPTDACHES zv. 2010-2012, Foto Sjur Mehlum RA arkiv

GLOCKENTURM VOR INSTANDSETZUNG, RA arkiv

GLOCKENTURM NACH INSTANDSETZUNG, 2006, Foto Ellen Devold, RA arkiv

Stavkirke_01.jpg

INSTANDSETZUNG DER SVALGANGSPFETTE, Foto E. Jelsvik

INSTANDSETZUNG DES GLOCKENTURMES 2006, Foto E. Jelsvik

GLOCKENTURM NACH INSTANDSETZUNG, 2006, Foto E. Jelsvik

3-Glockenturm-Schnitt-B-B-Kopie.jpg

DETAIL GLOCKENTURM, Zeichnung Verf.

SCHNITT AUFRISS GLOCKENTURM, WESTANSICHT, Zeichnung Verf.

bottom of page